Am Flußufer

Am Flussufer

 

Ich nehme Platz
Am Ufer eines Flusses
Und sehe ihm beim fließen zu.
Er ist wie die Zeit,
und flöße mir bloß durch die Hände,
Versuchte ich ihn aufzuhalten.

Drum geb’ ich auf
Dies vergebliche Bemühen
Dem ewigen Uhrwerk
Nur eine Sekunde
Voller Leben, Glück
Und Stille abzuringen.

Doch setz Dich her
An meine Seite,
Hier, jenseits des Weges,
Werden wir ihn finden,
Jenen Moment der Ruhe,
Den wir suchten.

Rück ein wenig näher
Lass ihn uns genießen,
Und unsere Nähe spüren,
Deine Hand in meiner
Und vielleicht ruht Dein Kopf
An meiner Schulter.

So wissen wir zu schätzen,
Unwiederbringliche Momente
Und zollen ihnen Tribut
In dem wir sie füllen
Weder mit Hast noch falschen Freuden
Sondern mit der Einzigartigkeit
Des Gefühls für einander.
 

Björn Kluge

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