Bekenntnis

 

Bekenntnis 

Nun bist du fort,
Warst kaum hier,
Nenn mir den Grund,
Der ruhelos Dich treibt
Wie ein Blatt im Herbstwind,
Gib Acht,
Ob kein Sturm aus ihm wird,
Würd‘ er dich doch zerreißen.
 

So fang ich ein Blatt,
Tanzend in jenem Wind.
Bist du es,
Hier in meiner Hand?
Sie umschließt das Blatt,
Liebevoll,
Nicht bemerkend,
Daß sie es zerdrückt...
 

Ich schließe meine Augen...
Bekenne meine Schuld,
Bereue, doch was?
Daß ich zu sehr liebte?
Zu fest daran glaubte?
 

So sprach doch einer einst:
-“Daß ich missen muß,
Was mir die Zeit verkürzt!”
Tragischer Held, ich verstehe dich...

Björn Kluge

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