Der Junge und die Tänzerin

 

Der Junge und die Tänzerin

Der Junge steht wie erstarrt,
Da er ängstlich zusehen muß,
Wie die Tänzerin aus Porzellan
Ihr Fallen abwägt,
Weil jemand ihre Welt anstieß.
 

Und der Junge in seiner Not,
Streckt ihr seine kleine Hand
zur Rettung aus,
Bangend, ob genug Zeit ihm bliebe.
 

Sie wissen, daß sie die Scherben
werden nicht wieder fügen können,
zu jenem Bild,
Das makellos einst war.
 

So ringen sie mit dem Schicksal
Um diese kleine Chance
Und der Sicherheit
Einer liebenden Hand der Unschuld.
 

Björn Kluge

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