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Der Wind und der Vogel
Kleiner Vogel, Spürst Du den Wind in Deinen Federn, Wie es ihn bestrebt, Deine Schwingen zu heben? Hörst Du? Dies leise Säuseln Ist sein Versprechen, Dich zu tragen,
Behutsam, so, wie er seit jeher die Wolken trägt. Zaudere nicht länger auf Deinem Aste. Lasse Dein Zittern bloß vor Aufregung sein, Vor dem, was Dich erwartet.
Spüre, wie der Wind Dich ergreift. Nun flieg! Flieg so hoch wie Du kannst, So weit Du nur kannst! Spiel Dein Spiel mit den Wolken, Jage ihnen hinterher, Ganz gleich, ob Du sie zu fangen vermagst.
Und wenn der Winter kommt, Folge deinem Volk Auf die lange Reise. Mach Dich mit auf diesen Weg, Und sieh: Der Wind hält sein Versprechen!
Björn Kluge
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