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Eine Uhr, die Zeit und das Glück Ich ging zu einem Uhrmacher In seinem alten ruhigen Lädchen, Denn ich wollte Seine kostbarste Uhr erstehen. Zweifelnd sah er mich an,
Doch reichte er sie mir; Als ich sie sah, Erfreute ich mich ihrer Und mein Herz erfüllte sich mit Stolz. “Ist es das, was Ihr suchtet?” fragte er, doch seine Stimme ließ mich zweifeln.
“Viele traf ich, Die wie Ihr fragten, nach meiner wertvollsten Uhr. Doch niemand war unter ihnen, Der damit erstand, Was er wahrlich suchte. Diese Uhr mißt nur Ihre Zeit genau,
Sekunde um Sekunde und irrt niemals. Doch gab sie niemals Auch nur fünf Minuten Der Lebenszeit zurück, Die man verlor auf der Suche nach Vergänglichem Glück. Diese Uhr könnt Ihr erstehen,
Doch Gott nennt keinen Preis Für die Zeit eines Lebens.” Tore öffneten sich vor meinen Augen Und vor meinem Geist, Von denen ich niemals wußte, Daß es sie gegeben hatte. Ich dankte ihm
Und erstand eine Uhr, Die weit günstiger war, Doch treu die Zeit mir Maß, Anklagend erst recht jede Sekunde, Die ich vergeudete. Ich wandte mich zu gehen, Froh, das Kostbarste gefunden zu haben.
Björn Kluge Zurück zum Inhalt
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